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Nord Stream investiert in küstennahen Umweltschutz

Nachricht vom 10.3.2011Anzeige
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Bereits vor einem Jahr haben sich Umweltverbände und die Nord Stream AG außergerichtlich über den Schutz der küstennahen Umwelt geeinigt. Nun hat das Betreiberkonsortium ein sogenanntes ökologisches Kompensationsprogramm in Aussicht gestellt, in das mehrere Millionen Euro investiert werden. Derzeit befindet sich die deutsch-russische Erdgas-Pipeline Nord Stream im Bau. In den nächsten 20 Jahren sollen allein an der ostdeutschen Küste mindestens 14 Millionen Euro investiert werden, sagt Projektleiter Jens Lange am Mittwoch in Greifswald.




Nord Stream investiert in küstennahen Umweltschutz

Nord Stream investiert in küstennahen Umweltschutz

Erste Projekte noch im Frühjahr



Im März soll ein Langzeitprojekt auf den Wiesen am Stettiner Haff beginnen, bei dem seltene Wiesenbrüter wie Uferschnepfen, Brachvögel und Kiebitze geschützt werden sollen. In Mecklenburg Vorpommern sind die Küstenvögel nahezu ausgerottet. Zukünftig sollen sie durch umzäunte Gehege und ökologisch ausgerichtete Mahd geschützt werden. Weitere Projekte in dem Gebiet sind die geplante Wiedervernässung, Ausgleichszahlungen an betroffene Landwirte, die mehrjährige Überwachung des Gebietes durch einen Ornithologen sowie Jagdzüge auf die sogenannten Prädatoren sollen bis 2031 finanziert werden. Ebenfalls betroffen sind Gebiete auf der Insel Usedom. Nord Stream plant, mit fünf Millionen Euro die Renaturierung eines rund 125 Hektar großen Land- und 35 Hektar umfassenden Seegebietes im Norden der Insel zu finanzieren. Beispielsweise soll im Juni dieses Jahres ein Küstengebiet in den Zustand zurückversetzt werden, in dem es sich vor der Eindeichung 1872 befand. 40.000 Kubikmeter Erdboden wurden eigens dafür abgetragen und auf einem Spülfeld deponiert. Zudem wurden 400.000 Kubikmeter Seesand in den Greifswalder Bodden zurückgespült. Das Ziel sei es, in den nächsten zwei Jahren eine Lagunenlandschaft für seltene Flussseeschwalben und Sandregenpfeifer und geschützte Tagfalter zu errichten.


Natürliche Verhältnisse wieder herstellen



Besonders im Vorderrgrund steht die Wiederherstellung bzw. Erhaltung der natürlichen Verhältnisse im Bereich der Nord Stream Trasse. Derzeit wird an einer Graudünenlandschaft gearbeitet, bei welcher auf einer Fläche von sechs Hektar Sand- und Magerrasen angelegt wird. In der Summe sollen dort rund 6.000 Kubikmeter mariner Sand angelandet und 100 Waldeidechsen ausgesetzt werden. Wie Nord Stream mitteilt, sollen bis zum Jahr 2016 rund 40 Millionen Euro in Umweltmonitoring-Programme investiert werden. Diese umfassen nach den bisherigen Plänen die Untersuchungen der Wasserqualität, des Unterwasserlärms, de3r Auswirkungen chemischer Gilt- und Munitionsstoffe und der Folgen für die Fische, Seevögel, Robben sowie Schweinsale. Allein für Überwachungsprogramme sollen in dem gesamten Trassenbereich 13 Millionen Euro ausgegeben werden. An nahezu 1.000 Standorten entlang der Trasse sollen die einzelnen Maßnahmen durchgeführt werden.







Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom

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