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Gaspreissenkung von Gazprom

Nachricht vom 16.2.2011Anzeige
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Wie das Nachrichtenmagazin ‚Focus‘ am 14. Februar berichtete, will der russische Gasmonopolist Gazprom zukünftig die Gaspreise für Europa senken. Vor allem in den langfristigen Lieferverträgen soll eine Preisanpassung erfolgen. Der Grund für den Strategiewechsel ist nach Unternehmensangaben die schleppende Gasnachfrage. Anstatt die Preise an der Ölpreisentwicklung zu orientieren, sollen zukünftig die Preise auf den Spotmärkten für Gas als Richtwerte für die Gaspreiskalkulation dienen.




Gaspreissenkung von Gazprom

Gaspreissenkung von Gazprom

Verträge und Preise werden flexibler



Neben den sinkenden Gaspreisen aus den langfristigen Gaslieferverträgen sollen auch die Verträge an sich flexibler werden. Am Montag teilte der russische Gaskonzern Gazprom mit, die Gaspreise zukünftig senken zu wollen. Zukünftig soll die bisherige Ölpreisbindung der langfristigen Lieferverträge von den Spotmarktpreisen für Gas abgelöst werden. Mit dieser Vorgehensweise will der Konzern auf die, nach eigenen Angaben, schleppende Gasnachfrage reagieren. Auch deutsche Unternehmen mussten bislang die Preisschere zwischen den ölpreisgebundenen Gaspreisen und den Spotmarktpreisen hinnehmen. Unter anderem hatte E.on Ruhrgas mit Gazprom langfristige Gaslieferverträge abgeschlossen.


Überangebot an Gas sorgt für neue Entwicklung



In der Vergangenheit musste E.on Ruhrgas vergleichsweise viel für russisches Gas bezahlen. Denn die Preise am Spotmarkt waren und sind es noch heute niedriger als die Preise aus den langfristigen Lieferverträgen. Wie der deutsche Energieversorger E.on berichtet, seien die Spotmarktpreise für Gas seit 2008 um gut 70 Prozent gefallen, während die Preise mit der Ölpreisbindung lediglich einen Rückgang um 40 Prozent verzeichneten. Der neu entstandene Preisdruck resultiert vor allem aus dem Überangebot an Gas. Dies entstand infolge der sinkenden Gasnachfrage als Folge der Wirtschaftskrise und aufgrund des wachsenden Angebotes an unkonventionellem Erdgas.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk

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