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Wechsel von Kohle zu Gas in Lünen?

Nachricht vom 21.1.2011Anzeige
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In Lünen wird derzeit über die Zukunft des Steag-Kraftwerks diskutiert. Allerdings gibt das Stadtwerke-Konsortium Rhein-Ruhr bisher keine konkrete Auskunft, wie es mit dem Kraftwerk weitergehen soll. Als wahrscheinlich gilt, dass das Kohlekraftwerk durch ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk ersetzt wird. Als Zeitpunkt für die Abschaltung des bisherigen Kraftwerks ist 2015 anvisiert. Die Entscheidung der Bundeskartellbehörden wird für März erwartet.




Wechsel von Kohle zu Gas in Lünen?

Wechsel von Kohle zu Gas in Lünen?

Vertragsdetails größtenteils unbekannt



Derzeit wird über die Zukunft des Lüner Steag Kraftwerks entschieden. Bisher wurden bereits die Verträge zwischen dem Evonik-Konzern und dem Stadtwerke-Konsortium unterzeichnet. Im Detail geht es um eine Teilübernahme, bezüglich welcher die wichtigsten Gremien einer Übernahme von 51 Prozent zugestimmt haben. In der vergangenen Woche stimmte auch der Aufsichtsrat dem Verkauf der knappen Mehrheit der Energiesparte des Evonik-Konzerns zu. Da die Stadtwerke Duisburg bislang noch kein Anteilseigner sind, hüllt man sich bezüglich der Vertragsbedingungen in Schweigen. Zudem steht die Zustimmung der Kartellbehörden aus, so dass keine genauen Angaben gemacht werden können, betont Torsten Hiermann, Sprecher der Stadtwerke Duisburg als Konsortialführer. Doch auch danach werde der Steag-Aufsichtsrat die Entscheidungen treffen, an denen die Stadtwerke jedoch aufgrund der Anteilsmehrheit beteiligt werden, so Hiermann.


Gas statt Kohle?



Über den Standort Lünen wurden ebenfalls keine konkreten Pläne bekannt. Hiermann betonte diesbezüglich jedoch, dass man daran interessiert sei, alte Anlagen zu erneuern und auf diese Weise die bestehenden Standorte zu halten. Die Umsetzung des Planes, das Kohlekraftwerk in Lünen zu einem Gas- und Dampfturbinenkraftwerk umzuwandeln, erscheint vor diesem Hintergrund wahrscheinlich. Nach Angaben des Bochumer Grünen-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Cordes bestehe bei dem Kohlekraftwerk in Lünen bis zum Jahr 2015 ein dringender Erneuerungsbedarf. Denn auch die Stromproduktion ist in dem Zeitraum zwischen 2007 und 2009 von 2382 auf 1267 Megawatt zurückgegangen. Zwar kann das Kraftwerk mehr leisten, doch die hohen Betriebskosten sprechen dagegen. Zudem nutzt die Stadt Lünen ab 2013 die Fernwärme von Trianel, so dass sie als Fernwärmeabnehmer für das Kraftwerk ebenfalls weg fällt. Für den Erhalt des Standortes sprechen verschiedene Faktoren. Die Bahn ist mit dem Oberleitungsnetz ein sicherer Stromabnehmer. Des Weiteren baut Trianel zusammen mit Evonik eine neue Stromtrasse, mit der das Trianel-Kraftwerk ans Netz angeschlossen werden soll. Das Umbauverfahren wird zudem nicht so aufwändig wie bei anderen Unternehmen, da seit mehreren Jahren ein Baurecht für einen neuen Kraftwerksblock besteht. Am wahrscheinlichsten erscheint die Möglichkeit, ein neues Gas- und Dampfturbinenkraftwerk zu errichten. Evonik habe derartige Pläne bereits seit Jahren in der Hinterhand, heißt es aus der Kommunalpolitik in Lünen. Allerdings besteht bislang kein genauer Zeitplan.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk

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