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Exxon Mobil startet erste Gas-Probebohrungen

Nachricht vom 6.1.2011Anzeige
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Aus einer Pressemitteilung der Samtgemeinde Spelle geht hervor, dass die Exxon Mobil Production Deutschland GmbH in den nächsten Tagen die erste Probebohrung nach Gas in der Gemeinde Lünne starten will. Ähnliche Vorhaben gibt es derzeit in Nordwalde, Borken, Drensteinfurt sowie Ostfriesland. Allerdings regt sich innerhalb der Bevölkerung großer Widerstand gegen die Vorhaben, weshalb sich verschiedene Interessengemeinschaften gegen die Bohrungen gegründet haben.




Exxon Mobil startet erste Gas-Probebohrungen

Exxon Mobil startet erste Gas-Probebohrungen

Vierwöchige Probebohrung



Wie aus der Pressemitteilung weiterhin hervorgeht, soll die Probebohrung in Lünne rund vier Wochen dauern. Das umstrittene Fracking-Verfahren kommt bei der Probebohrung nach Gas nicht zum Einsatz. Die Entscheidung, ob es überhaupt angewendet wird, fällt frühestens in sechs bis zwölf Monaten. Das Verfahren ist besonders umstritten aufgrund des Chemikalien-Einsatzes. Zum Teil als giftig geltende Chemikalien werden in Gesteinsschichten eingebracht, um das Erdgas aus den Gesteinsschichten heraus fördern zu können. Mit der geplanten Bohrung sollen zusätzliche Daten gewonnen werden. Aus den einzelnen Gesteinsschichten werden Proben entnommen. Für die Kernbohrung an sich ist dann eine Fläche von 2.300 Quadratmetern notwendig. Wie die Verwaltung mitteilt, liegt das Einverständnis des Grundstückseigentümers der Exxon Mobil vor. Die bisherigen Pläne sehen einen Rückbau der des Platzes nach Beendigung der Arbeiten vor. Ausgehend von der Pressemitteilung soll der Platz, auf dem der 31 Meter hohe Bohrturm entstehen soll, nun jedoch asphaltiert werden. Die Bohrung soll in einer Tiefe von bis zu 1.500 Metern erfolgen. Allerdings seien keine Lärmbelästigungen zu erwarten, da die vorgeschriebenen Abstände eingehalten werden.



Gasbohrung in Lünne mit langer Vorgeschichte



Die Gasbohrung, die in den nächsten Tagen in Lünne beginnen soll, hat eine lange Vorgeschichte. Bereits im März des Jahres 2009 wurde im Zuge eines Runden Tisches zwischen Vertretern von Exxon Mobil, des Landkreises Emsland, des Bergamtes, der Samtgemeinde Spelle und der Gemeinde Lünne das Vorhaben näher erläutert. Im Juni wurde das Vorhaben durch Exxon Mobil in einer öffentlichen Sitzung des Gemeinderates Lünne vorgestellt. Die Genehmigung erteilte anschließend das Landesbergamt, die Außenstelle Meppen. Erneut schloss sich eine Informationsveranstaltung an. Ende 2009 teilte das Unternehmen mit, dass die erste Bohrung im Januar 2010 stattfinden solle. Dies verzögerte sich jedoch um ein weiteres Jahr. Derzeit findet die Gasbohrung nicht den gewünschten Anklang und wird öffentlich diskutiert. Besonders umstritten ist der Einsatz teilweise giftiger Chemikalien bei der Erdgasförderung. Diese sind schädlich für die Umwelt. Auch das Grundwasser könnte betroffen sein. Ob die Erdgasförderung stattfinden wird, zeigen die Ergebnisse die Probebohrungen.







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter

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