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Unübersichtlicher Gasmarkt

Nachricht vom 29.12.2010Anzeige
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Der deutsche Gasmarkt wird für die Kunden immer undurchsichtiger. Denn zum einen gilt die Formel, der Gaspreis passt sich mit einer zeitlichen Verzögerung an den Ölpreis an, nur noch bedingt, da sich die Gasanbieter aus anderen Quellen mit Gas versorgen. Zudem wächst die Anzahl der Gaslieferanten immer weiter an. Die Kunden haben mehr denn je die Möglichkeit, sich einen anderen Gasversorger zu suchen. Das hat zur Folge, dass es weder einen einheitlichen Trend noch zuverlässige Prognosen über die Gaspreisentwicklung gibt.




Unübersichtlicher Gasmarkt

Unübersichtlicher Gasmarkt

Nicht alle Gasversorger heben Preise an



Zu Beginn des neuen Jahres wollen deutschlandweit 89 Gasversorger ihre Preise erhöhen. Durchschnittlich werden die Preise um 7,4 Prozent erhöht. Die Spanne der Gaspreiserhöhungen ist groß. Sie reicht von 0,6 bis zu 22 Prozent. Die Höhe der Preisanpassungen hängt von den jeweiligen Versorgern und den betroffenen Tarifen ab. Zudem kündigen 27 Gaslieferanten für das neue Jahr Preissenkungen von 1,4 bis 14,1 Prozent an. Diese Entwicklungen bedeuten aber auch, dass bei mehreren hundert Gasversorgern die Gaspreise stabil bleiben.


Wachsende Preisschere



Die unterschiedliche bis gegensätzliche Entwicklung der Gaspreise hängt direkt mit dem Wandel in der Beschaffungspolitik für Gas zusammen. Die Marktstrukturen ändern sich vollständig. Denn zum einen sorgt das in den USA geförderte unkonventionelle Erdgas für eine regelrechte Gasschwemme. Dieses Überangebot sorgt für sinkende Preise, die nach Expertenmeinung noch einige Jahre Bestand haben werden. Allerdings sorgt genau diese Entwicklung für eine steigende Unübersichtlichkeit bei den Gasversorgern. Beispielsweise können die Verbraucher immer schlechter nachvollziehen, woher ihr Gasversorger sein Gas für welchen Preis bezieht. Klar ist hingegen, dass immer mehr Versorger beginnen, ihre Lieferbedingungen zu ändern. Sie kaufen zunehmend auf Spotmärkten Gas zu günstigen Konditionen ein. In wenigen Fällen beteiligen sich die Grundversorger, wie einige Stadtwerke, sogar selber an Gasvorkommen. In diesen Fällen haben sie einen direkten Zugang zum Gas. Die Verbraucher können nun aus mehreren Gasversorgern den passenden wählen. Durchschnittlich stehen jedem Haushalt 41 Versorger zur Auswahl. Im vergangenen Jahr lag diese Anzahl noch bei 19. Allerdings haben bislang nur wenige Haushaltskunden für Gas ihren Versorger gewechselt. Der Wettbewerb könnte durch mehr wechselnde Gaskunden weiter voran getrieben werden.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk

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