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Russland drängt wegen Gasvorräten ins Ewige Eis

Nachricht vom 23.9.2010Anzeige
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Bereits im Jahr 2007 hatte Russland ein spektakuläres Zeichen gesetzt, die Eissee für sich zu beanspruchen. Frei nach dem Motto, wer zuerst die eigene Flagge auf ein Territorium setzt, der hat auch einen Anspruch darauf, setzten die Russen ihre Flagge in einer Tiefe von 4.000 Metern in der Eissee. Nun formuliert Russland explizit seine Ansprüche auf das in der Eissee befindliche Erdgas und –öl. Allerdings befinden sich auch die USA, Kanada und andere Arktis-Anrainerstaaten in dem Rennen um die Rohstoffe. Experten warnen vor schwerwiegenden Umweltschäden durch die Rohstoff-Förderung.




Russland drängt wegen Gasvorräten ins Ewige Eis

Russland drängt wegen Gasvorräten ins Ewige Eis

Gas- und Ölvorräte könnten Milliarden bringen



Derzeit findet in Moskau eine große Arktis-Konferenz unter dem Motto ‚Territorium für Dialog‘ statt, allerdings vermuten Experten einen Schritt Russlands im Kampf um die Rohstoffe in der Eissee. Denn hinter der internationalen Tagung verbirgt sich ein Territorialstreit zwischen den USA, Kanada, anderen Arktis-Anrainer-Staaten sowie Russland. Alle wollen die Gas- und Ölreserven in dem Gebiet ausbeuten und für sich gewinnen. Die Konferenz findet in der Lomonossow-Universität statt. Neben den Plänen zur Förderung von Erdgas und Öl, werden auf der Konferenz auch die Themen Umweltschutz und Folgen der Rohstoff-Förderung für das gesamte Ökosystem behandelt. Allerdings wird auch deutlich, dass Russland notfalls mit Gewalt bereit ist, sich das Gebiet zu sichern. Beispielsweise kündigte das Land an, ab 2020 Streitkräfte in dem Gebiet zu stationieren, wie aus einem Dokument über die Arktis-Politik hervorgeht. Zudem werde die materielle Ausstattung immer weiter vorangetrieben.

Russland erhebt Anspruch auf die Arktis



Aus der Sicht Russlands ist der Anspruch des Landes auf das Territorium der Arktis berechtigt. Wissenschaftler sollen belegen, dass der russische Festlandsockel soweit in die Arktis reicht, dass Russland auch den Nordpol für sich beanspruchen kann. Dies soll dann anhand von handfesten belegen den Vereinten Nationen vorgelegt werden. Das Land fordert insgesamt einen rund 1,2 Millionen Quadratkilometer großen Bereich, welcher sich über die Arktis erstreckt und einen Teil des Nordpols umfasst. Als Grund für die notwendige Erweiterung des Einflusses Russlands gibt der Arktis-Beauftragte des Kremsl, Artur Tschilingarow, die zukünftige wirtschaftliche Sicherheit des Landes an.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk

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