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E.ON bittet Gazprom um Anpassung der Gasverträge

Nachricht vom 20.8.2010Anzeige
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Wie das russische Wirtschaftsblatt Vedomosti am Freitag unter Berufung auf Gazprom-Firmenkreise berichtet, fordert die E.ON Tochter Ruhrgas Preisnachlässe von Gazprom. Ursache sei die gesunkene Nachfrage, deshalb fordere E.ON eine Anpassung der Gaslieferverträge. Laut Gazprom sei der deutsche Konzern E.ON der erste Kunde des russischen Gasmonopolisten, der um eine Preisanpassung gebeten habe. E.ON wollte die Berichte bislang nicht kommentieren.




E.ON bittet Gazprom um Anpassung der Gasverträge

E.ON bittet Gazprom um Anpassung der Gasverträge

Flexiblere Lieferverträge sind gefordert



E.ON möchte sich von den starren Gasverträgen mit dem russischen Energiekonzern Gazprom lösen. Denn bisher verkaufte der russische Konzern stets langfristige Verträge mit einer Bindung an den Ölpreis. Doch diese Bedingungen seien zu starr für den deutschen Gasversorger. Bereits zu Beginn des Jahres haben sich die beiden Unternehmen nach langwierigen Verhandlungen darauf geeinigt, einen Teil des Gases an den Preis zu koppeln, den das Gas auf dem Spotmarkt bringt. Der restliche Anteil ist jedoch nach wie vor an den Ölpreis gebunden und reagiert zeitlich verzögert auf dessen Entwicklung. Durch die Wirtschaftskrise sei der Gasabsatz für E.ON im vergangenen Jahr eingebrochen und das Unternehmen konnte nicht die gesamte Mindestmenge des von Gazprom bezogenen Gases verkaufen. Zudem würden die Preise an den Spotmärkten für Gas immer unabhängiger von der Ölpreisbindung.



Erdgas bekommt verstärkt Konkurrenz



Aufgrund der Entwicklungen in der vergangenen Zeit und den Einbrüchen bei der Gasnachfrage fordert die E.ON Tochter Ruhrgas weitere Preisanpassungen. Denn die Preise sind nicht mehr so starr, wie noch vor einiger Zeit. Erdgas bekommt durch die steigende Menge an Flüssiggas immer größere Konkurrenz. Zudem drängen andere Ölförderer auf den Markt. Beispielsweise entstehen immer mehr Konkurrenz-Pipelines zur russischen Versorgungslinie. Auch den Russen sitzt somit die Konkurrenz im Nacken.







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter

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