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Unkonventionelles Gas bald aus Europa?

Nachricht vom 13.8.2010Anzeige
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Unkonventionelles Gas gewinnt immer weiter an Bedeutung. Nun sollen auch auf der dänischen Insel Bornholm erste Bohrungen nach unkonventionellem Gas durchgeführt werden. In dem Gestein des Alaun-Schiefer-Feldes auf Bornholm wird Schiefergas vermutet. Probebohrungen sollen die Vermutung bestätigen. Die Forschungsbohrung, an welcher das Deutsche Geoforschungszentrum zentral beteiligt ist, soll Ergebnisse bezüglich des Potenzials von Schiefergas für die europäische Gasversorgung geben.




Unkonventionelles Gas bald aus Europa?

Unkonventionelles Gas bald aus Europa?

Erste Forschungsbohrung in 50 Metern Tiefe



Derzeit findet eine erste Forschungsbohrung im sogenannten Alaun-Schiefer-Feld statt. Das dortige Gestein ist bereits mehr als 500 Millionen Jahre alt und soll Schiefergas enthalten. Durch die Bohrung soll nun erforscht werden, wie das Gas beschaffen ist und wie viel Gas in dem Gestein steckt. Dies teilt der Projektleiter des Deutschen Geoforschungszentrum Brian Horsefield in einem Gespräch mit Deutschlandradio mit. Im Raum steht die Frage, ob dieses Schiefergas in Zukunft als eine innereuropäische Gasquelle genutzt werden kann. Sollte die Quelle wirklich produzieren können, dann rechnet Horsefield mit einem vier bis fünf mal größeren Schiefergasvorkommend als das Schiefergasfeld in der Nähe von New York, aus welchem bereits Shale Gas gefördert wird.

Neues Gas bringt mehr Unabhängigkeit



Horsefield gibt zu bedenken, dass ein innereuropäisches Schiefergasvorkommen mehr Unabhängigkeit von den großen Gasexporteuren bringen könnte. Dann hätte Europa die Möglichkeit, den Gasmix neu zu gestalten. Die Ergebnisse der Bohrung, welche in einer relativ geringen Tiefe von rund 50 Metern durchgeführt wird, sollen die Grundlage für Prognosen über das schiefergas in einer Tiefe von rund 1,5 Kilometern. Die Bohrung nach Schiefergas ist besonders aufwendig, da das Gas in den kleinen Poren innerhalb des Gesteines lagert. Dieses muss zunächst mit Hilfe von Wasserdampf und Druckluft mit kleinen Rissen versehen werden, so dass in einem nächsten Schritt das Gas entweichen kann. Aber auch bei der Förderung von Schiefergas ist äußerste Vorsicht geboten. Denn Umweltrisiken können nicht ausgeschlossen werden, wie das Beispiel USA zeigt. Dort wurde infolge einer Schiefergasbohrung das lokale Trinkwasser verschmutzt. Allerdings sei der Umfang hier in Europa bei weitem noch nicht so groß wie in den USA. Zunächst gehe es lediglich darum, Erkenntnisse über Exploration, Produktion sowie über eventuelle Umweltprobleme zu sammeln.







Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom

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