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kostenlose Gaswechsel HotlineNabucco doch keine Konkurrenz für Gazprom?
Nachricht vom 31.7.2010AnzeigeAlexander Medwedew, Gazprom-Vizevorstand und Chef der Gazprom-Tochter Gazprom Export, teilte am Freitag in Berlin mit, dass der russische Gazmonopolist das Nabucco-Projekt weder als Konkurrenz betrachte, noch der Plan bestehe, das Projekt zu verunglimpfen. Er betonte allerdings die Probleme von Nabucco und stellte klar, dass diese bereits für das russische South Stream Projekt gelöst seien.
Nabucco doch keine Konkurrenz für Gazprom?
Zwei konkurrierende Projekte
Für Beobachter stellt sich die Lage allerdings anders dar. Die Konkurrenz zwischen Gazprom bzw. dem russischen Gasprojekt South Stream und Nabucco ist unbestritten. Mit den unterschiedlichen Projekten werden auch ganz verschiedene Ziele verfolgt. Mit dem Bau der South Stream Pipeline versuchen Russland und Gazprom den Einfluss auf den europäischen Gasmarkt weiter auszubauen und zu stärken. Sie soll zwischen Russland und Italien verlaufen und auf diese Weise Südeuropa mit Gas versorgen. Der Wert des Projektes wird zwischen 8 und 25 Milliarden Euro geschätzt. Die geplante Durchsatzkapazität der neuen Pipeline soll bei jährlichen 31 Milliarden Kubikmetern liegen. Dadurch würde sich die Abhängigkeit Europas von den russischen Gaslieferungen von bisherigen 25 auf 35 Prozent erhöhen. Ob das Projekt in dieser Form realisierbar ist, soll bis 2011 geklärt werden. Allerdings haben sich die Russen bereits um Regierungsabkommen mit anderen Staaten bemüht, durch welche die Erdgasleitung verlaufen soll. Abkommen bestehen bereits mit Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Österreich, Serbien, Slowenien und Ungarn. Das Ziel der South Stream Pipeline besteht darin, die russischen Erdgaslieferungen unabhängiger von den Transitstaaten, wie beispielsweise der Ukraine und der Türkei, unabhängig zu machen.
Europäische Unabhängigkeit durch Nabucco?
Auch Europa strebt eine gewisse Unabhängigkeit an. Doch die europäische Union möchte sich, wenigstens teilweise, von den russischen Gaslieferungen unabhängig machen. Für die neue Pipeline wurde bereits das Konsortium Nabucco Gas Pipeline International GmbH gegründet. Gesellschafter konnten ebenfalls schon akquiriert werden. Zu den Gesellschaftern gehören mit jeweils 16,67 Prozent die OMV Gas & Power GmbH (Österreich), MOL (Ungarn), Bulgargaz (Bulgarien), Transgaz (Rumänien), Botas (Türkei) und die RWE Supply & Trading GmbH (Deutschland). Für die Nabucco-Pipeline ist eine Durchsatzkapazität von rund 31 Milliarden Kubikmeter Erdgas im Jahr geplant. Sie soll auf einer Länge von ungefähr 3.300 Kilometern vom Kaspischen Meer über die Türkei und den Balkan nach Zentraleuropa führen. Dabei soll Russland als Erdgaslieferant umgangen werden. Die Pipeline ist auf einen Wert von rund 7,9 Milliarden Euro geschätzt und soll 2014 in Betrieb gehen. Baubeginn soll noch dieses Jahr sein. Sie ist als eine Verlängerung der Leitung Baku-Tiflis-Erzurum geplant.
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Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk

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