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Nabucco vor dem Aus?

Nachricht vom 12.7.2010Anzeige
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Wie das Handelsblatt berichtet, könnte die geplante Nabucco-Pipeline nun vor dem Aus stehen. Der russische Gasriese Gazprom hat RWE, einem der Initiatoren des Projektes, welches Europa unabhängiger von der russischen Gasversorgung machen soll, ein Angebot zu der Beteiligung an der South Stream Pipeline unterbreitet. Zwar wurden die Gespräche bestätigt, RWE hat sich bisher jedoch nicht entschieden.




Nabucco vor dem Aus?

Nabucco vor dem Aus?

Ein unmoralisches Angebot



Gazprom versucht vieles, um die geplante Nabucco-Pipeline zu verhindern. Der neueste Schritt besteht darin, RWE von der Beteiligung an der Pipeline abzubringen. Stattdessen soll sich der Gasversorger an der durch Russland initiierten South Stream beteiligen. Bisher hat sich der Konzern allerdings nicht zu der weiteren Vorgehensweise geäußert. Fällt jedoch die Entscheidung von RWE für South Stream, dann steht Nabucco vor dem Aus. Bisher ist Russland für Europa der Gasversorger Nummer eins. Deutschland bezieht beispielsweise 37 Prozent des Gases aus Russland. Da verwundert es kaum, dass die Nabucco-Pipeline, deren erklärtes Ziel es ist, Europa unabhängiger von der russischen Gasversorgung zu machen, ein Dorn im Gasanbieterauge der Russen ist. Diese wollen stattdessen das South Stream Projekt voranbringen.

Russland torpediert Nabucco-Pipeline



Die Pipeline soll von Russland aus nach Bulgarien führen, von wo aus zwei verschiedene Stränge jeweils nach Süditalien und Österreich führen sollen. Auf diese Weise sollen die Lieferrouten nach Europa diversifiziert werden. Auch Nabucco zählt zu den drei größten Erdgasprojekten Europas. Die Erdgasleitung ist jedoch von der Osttürkei aus über Bulgarien, Rumänien, Ungarn nach Österreich geplant. Neben RWE sind Gasversorger aus allen betroffenen Ländern an der Planung beteiligt, wie beispielsweise der österreichische Energieversorger OMV. Bis zum Jahr 2020 sollen ann jährlich ungefähr 31 Milliarden Kubikmeter Gas durch die Pipeline fließen.







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter

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