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E.ON trennt sich von BKW

Nachricht vom 1.7.2010Anzeige
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Auf der Prioritätenliste ganz oben steht für den deutschen Gasversorger E.ON der Schuldenabbau. Zu diesem Zweck verkauft das Energieunternehmen seine Anteile an dem Schweizer Energieversorger BKW. Die Anteile, welche 21 Prozent des Unternehmens ausmachen, sollen zu ungefähr einer halben Million Euro veräußert werden. Zusätzlich soll das Kreditprofil von E.ON verbessert werden.




E.ON trennt sich von BKW

E.ON trennt sich von BKW

Ein Mehrstufenplan für den Verkauf



Der Verkauf der 21 Prozent soll nicht in einem Schritt passieren. Stattdessen sollen mehrere kleinere Schritte unternommen werden, um den Verkauf abzuwickeln. Zunächst erwirbt die BKW 9 Prozent der Aktien. Der schweizerische Energieversorger Groupe E kauft weitere 5 Prozent. Für die Anteile soll E.ON insgesamt an die 346 Millionen Euro erhalten. Für die verbleibenden 7 Prozent hat sich BKW eine Kaufoption gesichert, die bis Ende September 2011 Bestand hat. Kauft BKW die Anteile, erhält E.ON voraussichtlich weitere 180 Millionen Euro. Die beiden Schweizer Unternehmen profitieren von den Käufen, da sie die Kreuzbeteiligung erhöhen können.

E.ON trennt sich von weiteren Projekten



Neben dem Verkauf der BKW-Anteile veräußert E.ON zudem mehrere Randgeschäfte. 2009 verkaufte das Unternehmen die Stadtwerke-Holding Thüba für knapp 3 Milliarden Euro. 2010 verkaufte das Unternehmen bereits sein Hochspannungsnetz für rund eine Milliarde Euro und vereinbarte den Verkauf des US-Geschäftes. Dafür will E.ON 7,6 Milliarden US-Dollar. In den letzten Tagen wurde außerdem berichtet, dass sich E.ON von seinen Aktien des russischen Gasriesen Gazprom trennen wolle. Vom Verkauf des italienischen Gasnetzes trat das Unternehmen jedoch zurück. Die Preisvorstellungen konnten nicht realisiert werden. Im vergangenen Jahr hatte E.ON Schulden in einer Höhe von 44,6 Milliarden Euro. Seit 2006 hatten sich die Schulden infolge zahlreicher Zukäufe mehr als verdoppelt.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk

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