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Ostsee-Pipeline-Verlegung vor deutscher Küste

Nachricht vom 29.6.2010Anzeige
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Wie das Investoren-Konsortium Nord Stream mitteilte, habe am Montag die Verlegung der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream begonnen. Das Verlegeschiff „Castoro 10“ sei pünktlich vor Ort gewesen und diene nun dem Zusammenschweißen der 12 Meter langen Rohre, die anschließend in der Ostsee verlegt werden. Derzeit ankert das Schiff im Greifswalder Bodden. Laut Angaben des Projektleiters Georg Nowack lägen die Arbeiten im Plan.




Ostsee-Pipeline-Verlegung vor deutscher Küste

Ostsee-Pipeline-Verlegung vor deutscher Küste

Ab 2011 soll russisches Erdgas nach Deutschland gelangen



Mit Hilfe der neuen Ostsee-Pipeline Nordstream, deren Fertigstellung für Ende 2011 geplant ist, soll russisches Erdgas nach Deutschland transportiert werden. Ende des darauffolgenden Jahres, also 2012, soll die Pipeline dann um einen zusätzlichen Strang erweitert werden, so dass die Transportkapazität auf jährlich 55 Milliarden Kubikmeter verdoppelt werden kann. Allerdings lief bei der Planung der Nord Stream nicht immer alles so glatt, wie es jetzt erscheint. Die Pipeline verläuft auf 82 Kilometern durch flache deutsche Gewässer. Aufgrund der fehlenden Tiefe der Gewässer werden die Leitungen, anders als in den anderen Teilen der Strecke in einen Unterwassergraben verlegt. Umweltschützer kritisierten anfangs den starken Eingriff in das Ökosystem. Sie erhoben sogar eine Klage, einigten sich anschließend aber außergerichtlich auf Zugeständnisse. Beispielsweise lenkte das Betreiberkonsortium bei der umstrittenen Zwischenlagerung von Baggergut im Greifswalder Bodden ein.

Am Tag 500 Meter Rohre verschweißt und verlegt



Die „Castoro 10“ kann durchaus als ein Akkordarbeiter bezeichnet werden. Auf dem Verlegeschiff können täglich an die 500 Meter Leitungen verschweißt und verlegt werden. Nachdem die Leitungen an einer Stelle in den Unterwassergraben verlegt wurden, zieht die Wanderbaustelle weiter. Trotz der derzeit sehr ufernahen Verlegung kann es nach Angaben der Nord Stream zu keinen Beeinträchtigungen für die Urlauber kommen. Die Arbeiten an dem deutschen Trassenabschnitt sollen endgültig, nach den bisherigen Plänen, bis zum Herbst 2011 vollendet sein.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk

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