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Gasverträge mit dem Iran herber Rückschlag für USA

Nachricht vom 16.6.2010Anzeige
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Vor wenigen Tagen beschloss der UNO-Sicherheitsrat, dass die Sanktionen gegen den Iran verstärkt werden müssen. Grund dafür sei die umstrittene Atompolitik. Allerdings hat das Vorhaben, welches vor allem von den USA vorangetrieben wird, nun einen herben Rückschlag erlebt. Pakistan, ein langjähriger Partner der USA, unterzeichnete einen Vertrag über Gaslieferungen mit dem Iran.




Gasverträge mit dem Iran herber Rückschlag für USA

Gasverträge mit dem Iran herber Rückschlag für USA

Den USA bricht die Unterstützung durch Partner weg



Pakistan und der Iran wollen zusammen eine Erdgas-Pipeline bauen. Der Vertrag dafür wurde bereits am Wochenende von beiden Seiten unterzeichnet. Damit setzt sich Pakistan über den Beschluss des UNO-Sicherheitsrates, die Sanktionen gegen den Iran zu verschärfen, hinweg. Pakistan macht sich mit dem Vertrag über viele Jahre von der iranischen Erdgasversorgung abhängig, über welche ohnehin Zweifel bestehen. Aufgrund der hohen Sanktionen gegen den Iran sind die Gasreserven bisher kaum erschlossen. Zwar besitzt das Land die zweitgrößten Gasreserven der Welt, doch bisher bleiben die Zweifel an der Lieferfähigkeit bestehen. Die geplante Pipeline soll ab 2015 täglich ungefähr eine Million Kubikmeter Erdgas nach Pakistan liefern. Der Bau soll, ausgehend von den veranschlagten Kosten, circa 7,5 Milliarden Dollar kosten.



Energieknappheit treibt Länder zu Abkommen mit dem Iran



Sowohl Pakistan als auch Indien leiden unter einer akuten Erdgasknappheit. Beide Länder sind auf den Import von Erdgas angewiesen. Die Ahnungen Indien könnte sich als zweiter zentraler US-Partner dem Projekt ‚Friedenspipeline‘ anschließen, erhärten sich. Dem Land steht ein enorm ansteigender Energiebedarf in den nächsten zehn Jahren bevor. Der Sprecher von Indiens Premierminister Manmohan Singh sagte dem Handelsblatt, dass die indische Regierung Gespräche mit dem Iran über den Gaspreis sowie über die Liefersicherheit führe. In der Vergangenheit bemühte sich Indien, den Erzfeind Pakistan nicht als eine Option für die Deckung des Gasbedarfes zu betrachten. Da die geplante Pipeline jedoch durch pakistanisches Gebiet verläuft, bemüht sich die indische Regierung um funktionierende diplomatische Beziehungen.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk

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