Kontrollen der Ölplattformen in Nordsee verstärken

9.6.2010 | Redaktion: Gerhard Solter
Nachdem die Umweltschutzorganisation Greenpeace vor nicht einmal einem Monat heraus fand, dass Ölplattformen in der Nordsee Öl und Gas an das Gewässer abgeben, schlug die Organisation Alarm. Nun sollen die Kontrollen der Plattformen in der Nordsee verstärkt werden. Überprüfungen sollen, nach Ansicht der britischen Regierung, verdoppelt und eine unabhängige, eigens dafür gegründete Organisation für die Kontrolle eingesetzt werden.
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Kontrollmaßnahmen als Schutz gegen weitere Unfälle



Der Beschluss der Regierung Großbritanniens, die Kontrollen der in der Nordsee ansässigen Ölplattformen zu verstärken, überrascht kaum. Den Anlass dazu gab die Öl- und Gaskatastrophe im Golf von Mexiko. Nach einer Explosion war die Deep Water Horizon in Brand geraten und gesunken. Durch ein Leck am Auslaufventil tritt seit mehr als 6 Wochen Öl und Gas aus und verschmutzt dem Golf von Mexiko. Der britische Energieversorger BP war zudem einer der Betreiber der Ölplattform.


Die Devise lautet, Wachsamkeit erhöhen



Chris Huhne, britischer Energieminister, machte deutlich, dass es sich um vorläufige Bestimmungen handele, da die neuen Kontroll- und Sicherheitsbestimmungen überarbeitet werden sollen, sobald die genaue Unglücksursache der Deep Water Horizon feststeht. Das wichtigste Ziel bestehe nun darin, die Wachsamkeit zu erhöhen. Denn wie Huhne erklärte, seien die Sicherheitsbestimmungen in der Nordsee durchaus gut und gehörten zu den strengsten der Welt. Sie erfüllen ihren Zweck. Allerdings sei die Ölkatastrophe ein mahnendes Beispiel und dürfe nicht einfach außer Acht gelassen werden. Denn schließlich habe man mit der Suche nach neuen Ölvorkommen in der Tiefsee vor den Shetland Inseln begonnen.

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