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Preiserhöhungen anstatt angekündigter Senkungen

Nachricht vom 29.5.2010Anzeige
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Günther Oettinger, EU-Energiekommissar, warnt vor steigenden Energiepreisen im Strom- und Gasbereich. Anstatt der prognostizierten Preisabfälle seien Steigerungen der Energiepreise durchaus möglich. Die Marktliberalisierung schreite nicht schnell genug voran, um dies zu verhindern.




Preiserhöhungen anstatt angekündigter Senkungen

Preiserhöhungen anstatt angekündigter Senkungen

Fehlender Wettbewerb und inaktive Verbraucher



Laut neuesten Erkenntnissen haben bisher nicht einmal 20 Prozent der deutschen Verbraucher schon einmal ihren Versorger gewechselt. Die Verbraucher seien in Bezug auf einen Anbieterwechsel, davon sind die Strom- und Gasmärkte gleichermaßen betroffen, nicht aktiv genug. Außerdem schreite die Liberalisierung des Gasmarktes, wie Oettinger dem Handelsblatt mitteilte, nicht so schnell voran, wie es wünschenswert sei. Denn nur durch eine europaweite Marktliberalisierung können die Kosten für Gas dauerhaft gesenkt werden.


EU-Kommission fordert europaweite Marktliberalisierungen der Energiemärkte



Die Liberalisierung der Energiemärkte, die bereits seit mehreren Jahren angestrebt wird, soll einen funktionierenden Wettbewerb zur Folge haben. Mehr Versorger hätten die Gelegenheit, sich auf dem Markt zu etablieren und müssten dann mit ihren Angeboten um die Kunden kämpfen. Auf diese Weise könnten die steigenden Kosten der Energieanbieter eingedämmt werden. Allerdings gibt Oettinger zu bedenken, dass auch in einem funktionierenden Markt Preissteigerungen möglich seien.

Die Behörden müssten in Deutschland jedoch erst einschreiten, wenn Wettbewerbsverzerrungen zu befürchten seien oder bereits auftreten. Aus diesem Grund stehen die zwei größten deutschen Energieversorger EnBW und RWE auf dem Prüfstand. Sie haben die von Brüssel geforderte Trennung von Stromproduktion und Netzen nicht eingehalten. Es sei zu überprüfen, ob sie kleineren Versorgern den Zugang zu ihren Netzen verweigerten und diese dadurch diskriminierten, sagte Oettinger.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk

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