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Bau der Nabucco-Pipeline nach wie vor fraglich

Nachricht vom 21.5.2010Anzeige
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Aufgrund bisher fehlender fertiger Lieferverträge, die durch das Baukonsortium präsentiert werden müssen, ist der Baubeginn der Nabucco-Pipeline immer noch nicht sicher. Dies sei eine Grundvoraussetzung für den Baubeginn. Auch die Energiekonzerne befinden sich nach wie vor in einem Schwebezustand, da sie auf feste Lieferzusagen für die neue Erdgaspipeline warten, deren Kosten für den Bau voraussichtlich die Milliardenhöhe erreichen wird.




Bau der Nabucco-Pipeline nach wie vor fraglich

Bau der Nabucco-Pipeline nach wie vor fraglich

Jetzt kommt es auf die Einigung mit den möglichen Partnern an

Laut Wolfgang Rutterstorfer, Vorstandschef des österreichischen Öl- und Erdgas-Konzerns OMV, solle die Bauentscheidung für die Nabucco-Pipeline Ende dieses Jahres fallen. Allerdings sei die Grundvoraussetzung für eine positive Entscheidung, dass die Gaslieferungen garantiert werden. Kann keine Garantie gegeben werden, stehe das gesamte Projekt in der Schwebe. Der österreichische Konzern ist der Konsortialführer des Projektes, an welchem weitere europäische Länder beteiligt sind.

 

Ausgangspunkt für die Planung der Pipeline ist eine größere Unabhängigkeit von Russland, einer der größten weltweiten Erdgasexporteure. OMV geht über die Pipeline hinaus mit den eigenen Energielieferungen auf Distanz zu Russland. Laut Rutterstorfer wolle sich das Unternehmen aufgrund der Lieferunsicherheiten aus den dortigen Projekten zurückziehen.

 

Vor allem aus diesem Grund hofft OMV, dass bis Jahresende eine Einigung mit möglichen Lieferländern erzielt werden kann. Zu den Kandidaten gehören vor allem Aserbaidschan und Turkmenistan, mit beiden Ländern stehe man bereits in Verhandlungen. Die Kaspische Region sei für das Vorhaben ideal. Auch der Irak steht zur Disposition, allerdings erst in einem späteren Schritt. Sowohl die Türkei als auch der Iran kommen aufgrund fehlender Vorkommen und politischer Schwierigkeiten als Partner für die Nabucco-Pipeline nicht in Frage.

 

Auch ein deutscher Energiekonzern ist Träger des Projektes. RWE aus Essen gehört ebenfalls zu den Initiatoren. Bereits Anfang des Monats drückte Stefan Judisch, Vorstandsmitglied von RWE, seine Hoffnung aus, mit den Ländern am Kaspischen Meer zu einer Einigung zu kommen. Turkmenistan, vielleicht der bedeutendste mögliche Partner, macht die Entscheidung der Zusammenarbeit allerdings davon abhängig, dass eine völkerrechtliche Garantie der Erdgasabnahme in den Heimatländern der Nabucco-Partner gegeben wird. Dafür seien die Regierungen zuständig. Auf diese Weise erhofft sich auch Turkmenistan eine gewisse Absicherung.

 

Die Nabucco-Pipeline soll sich vom Schwarzen Meer aus über den Balkan bis nach Westeuropa erstrecken. Die Gesamtlänge beträgt dann ungefähr 3000 Kilometer und der Bau wird mit Kosten von ungefähr acht Milliarden Euro veranschlagt.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk

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