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kostenlose Gaswechsel HotlineKeine Fusion zwischen Gazprom und Naftogas
Nachricht vom 17.5.2010AnzeigeDie russische Regierung in Kiew sprach sich vor zwei Wochen für eine Fusion des russischen Gasmonopolisten Gazprom mit dem ukrainischen Gasversorger Naftogas aus. Allerdings kam jetzt die Absage von Viktor Janukowitsch, dem ukrainischen Präsidenten. Zunächst reagierte die ukrainische Regierung auf den Vorschlag Putins verblüfft und nahm sich dann zwei Wochen für die Entscheidung Zeit. Beobachter erwarten nun, dass Russland seine Pläne zur Umgehung der Ukraine aktivieren wird.
Keine Fusion zwischen Gazprom und Naftogas
Erneuter Dämpfer in den diplomatischen Beziehungen?
Die Lage zwischen den beiden Ländern war in den letzten Jahren stets sehr angespannt. Doch mit der Machtergreifung Janukowitsch’ schien es zu diplomatischen Annäherungen zu kommen. Aus bisherigen Erklärungen werde jedoch nicht deutlich, dass sich das Verhältnis verschlechtere, weil es nicht zu der, von Putin, angestrebten Fusion komme. Janukowitsch bezeichnete den Vorschlag Putins als eigenwilligen Scherz, der erst als realistisches Modell funktionieren könne, wenn die Zusammenarbeit 50 zu 50 gestaltet werde. Doch Janukowitsch räumt ein, dass Gazprom mit einer derartigen Aufteilung sicher nicht einverstanden wäre. In einer anderen Form sei die Fusion jedoch nicht möglich.Nach Expertenangaben bekäme Naftogas, der ukrainische Gasanbieter, bei einem Aktientausch nach Unternehmenswert lediglich sieben Prozent der Gazprom-Aktien, während jedoch die vollständige Kontrolle in russischer Hand läge. Gazprom hält weiterhin an den Plänen fest. Die Fusion sei pragmatisch, da beide Versorger eine gemeinsame Geschichte aufwiesen, die der gemeinsamen Entwicklung der Gasnetze geschuldet sei.
Uralsib-Analystin Julia Nowitschenkowa betont hingegen, wie utopisch diese Entscheidung sei. Denn sowohl die unterschiedlichen Interessen als auch die Konflikte im alltäglichen Geschäft seien zu groß. Experten erwarten nun, dass Russland seine Pläne für die South-Stream-Pipeline vorantreiben wird. Denn mit dieser Pipeline, welche durch das Schwarze Meer verläuft, kann Russland die Ukraine umgehen. Die prognostizierten Kosten liegen bei circa 25 Milliarden Euro, transportiert werden sollen 63 Milliarden m3 Gas. Die Lieferung erfolgt nach Europa, da die Pipeline in Österreich enden soll. Aufgrund der drohenden Einnahmeverluste der Russen stehen neue Konflikte bevor, warnen Experten.
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Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk

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