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Bundeskartellamt: Kritik am Gastransport

Nachricht vom 18.12.2009Anzeige
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Das Bundeskartellamt übt aktuell Kritik an der marktabschottenden Wirkung langfristiger Kapazitätsbuchungen großer Konzerne in den deutschen Gasfernleitungsnetzen. Aufgrund nachgelagerter Gasliefermärkte würden dadurch vor allem Kapazitätsanfragen neuer Anbieter nicht regelmäßig berücksichtigt werden. Dies ist der Ausgang der Sektoruntersuchung über die Kapazitätssituation in den deutschen Gasfernleitungsnetzen.




Bundeskartellamt: Kritik am Gastransport

Bundeskartellamt: Kritik am Gastransport

Untersuchung kam zum Abschluss

Im Februar dieses Jahres wurde die Untersuchung an den Start gebracht. Hierfür befragte die Bonner Behörde nach eigenen Angaben mehr als 50 Unternehmen und analysierte einige tausende Verträge über Kapazitäten- und Lieferungen. Hinweise auf Wettbewerbsbeschränkungen auf den deutschen Märkten über den Transport sowie den Vertrieb von Erdgas seien der Anlass dieser ausführlichen Untersuchung gewesen.

Ergebnisse der Untersuchung eindeutig

Die Untersuchung ergab, dass viele Transportrouten- und Knotenpunkte ausgebucht seien und deshalb Durchleitungsanfragen oftmals negativ beantwortet würden. Nun legen die Ergebnisse grundsätzlich die Einleitung von Missbrauchsverfahren nahe, jedoch solle vorerst die gesetzliche Entwicklung beobachtet werden.
 
Die Bundesregierung hat in einem Eckpunktepapier die Laufzeiten der Kapazitätsbuchungen in der anstehenden Novelle der Gasnetzzugangsverordnung auch für schon bestehende Gasverträge zu begrenzen. In diesem Fall, so das Bundeskartellamt, würden auch die Missbrauchsverfahren umgangen werden.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk

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