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kostenlose Gaswechsel HotlineAbschaffung Ölpreisbindung gefordert
Nachricht vom 5.12.2009AnzeigeDer Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) fordert die Abschaffung der Ölpreisbindung für die Gasversorger. Als Grund gibt der VEA an, dass der Gaspreis an den Energiebörsen sinkt, die Anbieter ihre Gastarife aber aufgrund der Ölpreisbindung erhöhen. Beim Erdgas ist Experten zufolge gar von einem Preisverfall die Rede.
Erdgasüberangebot und einbrechende Gaspreise im Großhandel
Die Ölpreisbindung ist schuld daran, dass viele Gasversorger ihre Erdgaspreise erhöhen wollen, obwohl es ein Überangebot an Erdgas gibt. In Deutschland sind Gas- und Ölpreis aneinander gekoppelt, wobei der Gaspreis dem Ölpreis mit sechs Monaten Verzögerung folgt. Manfred Panitz, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des (VEA) weist auf die brancheninternen Vereinbarungen zwischen Gasimporteuren und Versorgungsunternehmen als ein Relikt aus den 60er Jahren hin, dass aufgehoben werden müsse, weil das Überangebot von Erdgas einfach zu groß sei.
Deutsche Gasimporteure nutzen schon seit Jahrzehnten Pipelines für den Transport des Gases, während der Rest der Welt es per Schiff transportieren lässt. Dabei wird das Gas bereits an der Quelle so weit abgekühlt, dass es flüssig wird und sein Volumen bis auf ein Sechstel schrumpfen kann. Ein Tankschiff ist dann in der Lage, mit einer Ladung genügend Flüssiggas zu transportieren, um den kompletten Jahresbedarf an Gas für eine Stadt mit 60.000 Einwohnern abzudecken. Ab einer Entfernung von 3.000 Kilometern ist der Schiffstransport lohnender als die Gasleitung über Pipelines.
Die Tanker stehen demzufolge an den Flüssiggas-Entlade-Stationen in den großen Häfen der Welt. Die Internationale Energieagentur IEA erwartet bis 2015 ein jährliches Erdgas-Überangebot von 200 Milliarden Kubikmetern, erklärt Panitz. Dadurch könnte die Ölpreisbindung seiner Meinung nach gebrochen werden.
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Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter

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