Flüssiggas Pipeline von Russland nach Japan?

8.5.2012 | Redaktion: Patricia vom Merk
Nach der Atom-Katastrophe von Fukushima beschloss Japan den Atomausstieg, was dem Land nun auch in Rekordzeit gelang. Doch die Wahrscheinlichkeit von Energieproblemen steigt, weshalb Japan unlängst Gespräche mit dem russischen Energiemonopolisten Gazprom aufgenommen hat. Presseberichten zufolge beziehen sie sich auf den Bau einer Gas-Pipeline zwischen den beiden Ländern. Nun stehen mehrere Möglichkeiten zur Debatte, unter anderem auch die Lieferung von Flüssiggas.
Flüssiggas Pipeline von Russland nach Japan?

Flüssiggas Pipeline von Russland nach Japan?

Pipeline oder LNG-Werk?


Unlängst fanden Verhandlungen zwischen Repräsentanten des russischen Gaskonzerns und der japanischen Regierung statt, die unter anderem eine entsprechende Kooperation bezüglich des Pipeline-Baus beinhalteten. Angeblich standen dahingehende Möglichkeiten zur Diskussion.

Auch Möglichkeit eines Transports von Flüssiggas wurde bei dem Gespräch in Betracht gezogen. Gazprom zeigte Interesse daran, die Kapazitäten in dem Flüssiggas-Werk in Sakhalin auszubauen, um die LNG-Exporte zu steigern. Auch ein neues Werk wäre eine Option um den Gas-bedarf Japans zu decken.


Mögliche Optionen schnell umsetzen


Gemeinsam mit dem japanischen Unternehmen Japan far East Gas entwickelt Gazprom nun eine Studie, die die Errichtung des Werks in Wladiwostock vorsieht. Veranschlagt wird eine Kapazität von zehn Millionen Tonnen jährlich. Verläuft die Studie erfolgreich, ist es laut Medienberichten möglich, dass der Bau des geplanten Flüssiggaswerkes schon im Jahr 2013 in Angriff genommen wird.

Sowohl für Japan als auch für Gazprom sollte der Bau einer Gas-Pipeline sowie eines zusätzlichen LNG-Werks eine profitable Lösung darstellen. Die Russen könnten ihre Gasverkäufe erhöhen und somit die Forderungen der russischen Regierung nachkommen. Derweil wird dem Japan bei der Energieversorgung unterstützt. Denn das Land selbst hat sehr wenige bis gar keine eigenen Rohstoff-Vorkommen.

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