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Konkurrenz zeigt Gazprom Flüssiggas-Rücklichter

Nachricht vom 5.8.2010
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Der russische Gasmonopolist Gazprom gerät mit seinen Plänen zum Flüssiggas in Schieflage. Die internationale Konkurrenz in diesem Bereich zieht davon und zeigt den Russen lediglich die Rücklichter. Ein Grund ist die Stilllegung der Investitionspläne bezüglich der Erschließung des Stockmann-Feldes in der Barentssee. Die Konkurrenz erhält hingegen die Zuschläge für die Förderung von Flüssiggas.


Konkurrenz zeigt Gazprom Flüssiggas-Rücklichter

Konkurrenz zeigt Gazprom Flüssiggas-Rücklichter

Amerikaner gehören zu größten Konkurrenten



Während der russische Gasversorger Gazprom seine Pläne für die Investition in die Erschließung des Stockmann-Feldes in der Barentssee vorerst auf Eis legen musste, erhalten die größten Konkurrenten, die amerikanische Exxon Mobil sowie der ebenfalls amerikanische Versorger Chevron die Zuschläge für Projekte in Australien und Südostasien. Das ist jedoch noch nicht alles. Gazprom droht in Bezug auf Flüssiggas vollkommen ins Hintertreffen zu gelangen. Denn die weltweite Nachfrage nach Flüssiggas steigt stetig an. Es gilt als umweltverträglicher als Erdöl. Gazprom strebt derzeit einen 25 prozentigen Anteil am weltweiten Flüssiggasmarkt an. Wie die Internationale Energieagentur bereits im Juni mitteilte, sollen die weltweiten Produktionskapazitäten von Flüssiggas bis 2013 um gut 50 Prozent steigen.

Die Konkurrenz schläft nicht



Gazprom muss sich nicht allein der amerikanischen Konkurrenz stellen. International gewinnt die Förderung von Flüssiggas immer mehr an Bedeutung und daran wollen auch andere Nationen teilhaben. Bislang betreibt Gazprom auf der Insel Sachalin zusammen mit seinem Projekt-Partner Royal Dutch, einem niederländisch-britischen Energiekonzern, ein Projekt zur Förderung von Flüssiggas. Die derzeitige Fördermenge beträgt ungefähr 9,6 Millionen Tonnen Gas pro Jahr. Im vergangenen Jahr konnte, laut Gazprom, ein Anteil von 5 Millionen Kubikmeter Flüssiggas exportiert werden. Royal Dutch plant darüber hinaus in Indien und China zu investieren. Allerdings verweist Michail Kortschemkin von East European Gas Analysis darauf, dass sich der Flüssiggasmarkt für Gazprom zu schnell entwickle und die Investitionspläne deshalb bereits zu spät kommen könnten. Seiner Meinung nach müsse der Versorger bestrebt sein, seinen Marktanteil in Europa auf einem wenigstens gleichbleibenden Niveau zu halten, um nicht auch dort an Boden zu verlieren.

Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter

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