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Passivhäuser als umweltschonende Investition

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Ökowert Projektleiter Sascha Hippe zu Gast bei Stromvergleich.de


Stromvergleich.de: Guten Tag Herr Hippe, vielen Dank dass Sie so kurzfristig Zeit für uns finden konnten.

Hippe: Gerne, ist doch kein Problem!

Stromvergleich.de: Erzählen Sie uns doch erst einmal kurz was ein Passivhaus eigentlich ist und worin es sich von einem 0815-Haus unterscheidet.

Hippe: Als Passivhaus bezeichnet man Häuser, welche sich quasi selbst beheizen und komplett auf konventionelle Heiztechniken verzichten können. Entgegen eines normalen Haus, was über Heizungen, Öfen usw. beheizt wird, heizt sich ein Passivhaus quasi selber. Durch moderne Ent- und Belüftungssysteme, seinen Bewohnern, elektrischen Geräten und eine effektive Wärmedämmung, reguliert sich die Temperatur auf einen konstanten Wert.

Stromvergleich.de: Den Umweltaspekt haben Sie schon angesprochen, was sind weitere Vorteile des Passivhaus?

Hippe: Der größte und ausschlaggebende Grund ein Passivhaus zu bauen, liegt in der Energieeffizienz. Die Einsparungen für Energie belaufen sich auf ungefähr 90 Prozent, da bis auf die angebrachten Notheizkörper, sonst kein manuelles und teures Heizen erfolgt. Zudem verliert das Passivhaus aufgrund seiner modernsten Technik nicht an Wert. Im Gegenteil: Der Wiederverkaufswert für Passivhäuser ist enorm, dadurch wird das Eigenheim automatisch auch zur Investition. Aufgrund der automatisierten Regulierungen wird zudem ein Befall von Schimmel unmöglich.

Stromvergleich.de: Angenommen ich möchte morgen mit dem Bau eines Passivhauses beginnen, wer übernimmt die Planung und den Bau?

Hippe: Der Bau des Passivhaus Dresden ist kaum Zeitaufwendiger als der eines nicht-energieeffizienten Hauses. Trotzdem sollte bei der Wahl des Architekten Acht gegeben werden, dass dieser sich entweder auf den Bau solcher Häuser spezialisiert hat oder zumindest reichlich Erfahrung mit bringt. So wird sichergestellt, dass die Anlagen bestmöglich geplant und verbaut werden.

Stromvergleich.de: Apropos Anlagen, welche Materialien und Anlagen kommen in einem Passivhaus zum Einsatz?

Hippe: Wie oben bereits angesprochen werden wahlweise zentrale oder dezentrale Lüftungsanlagen verbaut. Bei der Wahl der verwendeten Materialen hat der Architekt bzw. das Planungsbüro freie Hand, eine Vorschrift dafür gibt es nicht. Eine gute Dämmung von Dach und Gebäudehülle, sowie eine 3-Scheiben Fensterverglasung kommt jedoch in jedem Passivhaus zwingend zum Einsatz. Auch werden Notheizkörper installiert, falls doch einmal in besonders eisigen Zeiten ein Raum etwas nachgeheizt werden möchte.

Stromvergleich.de: Wenn nicht über die verwendeten Materialen, wonach wird der zu erfüllende Standard eines Passivhauses dann festgelegt?

Hippe: Das Haus muss in seiner Energieeffizienz den Standards des PHPP erfüllen. PHPP steht für Passivhaus Projektierungspaket und gibt an, dass der Energiekennwert der Heizwärme maximal 10W/m² und der der gesamten Primärenergie den Wert von 120 Kilowattstunden pro Quadratmeter nicht überschreiten darf. Zudem wird über einen Test zur Messung des Unterdrucks im Haus, der nennt sich übrigens „Blower-Door-Test“, die Luftdichte überprüft. Diese darf maximal 0,6h^-1 betragen.

Stromvergleich.de: Okay, das klingt alles sehr kostenintensiv und aufwändig. Gemessen am Bau eines normalen Hauses, in welcher Höhe belaufen sich meine Mehrkosten?

Hippe: Die entstehenden Mehrkosten halten sich gemessen an der Energieersparnis in einem relativ niedrigen Bereich. Nimmt man das Energiesparhaus KfW55 als Maßstab, kostet das Passivhaus ungefähr 8 Prozent mehr als ein normales Haus der gleichen Größe. Eine verbindliche Auskunft ist jedoch schwierig, da sich die Kosten sehr an den verwendeten Materialien und eingesetzten Anlagen orientieren.

Stromvergleich.de: Und die Instandhaltung und Wartung?

Hippe: Da fallen keine größeren Unterschiede zu einem normalen Haus an. Das Haus auf seine Eignung zum Passivhaus zu überprüfen entspricht einer Menge Aufwand, wird aber auch mit den bereitgestellten Fördermitteln entlohnt. Abgesehen von einer regelmäßigen Wartung der Lüftungsanlagen, die so ja in jedem Haus durchgeführt werden muss, benötigt das Passivhaus keine weitere Pflege.

Stromvergleich.de:
Sie haben eben von Fördermitteln gesprochen, gibt es die und wenn ja in welcher Form?

Hippe: Die Fördermittel in Deutschland werden für den Einbau bestimmter Passivhauskomponenten ausgeschüttet. Finanziert wird das Ganze sowohl auf Bundes- als auch Kommunalebene. Die bereitgestellten Fördermittel belaufen sich dabei in nicht unerhebliche Höhen. Erfüllen die verbauten Komponenten den Passivhausstandard das PHPP, wird auch die komplette Summe der Fördergelder bereitgestellt. Da die Gelder auch von den Kommunen bereitgestellt werden, können regional aber kleinere Unterschiede anfallen.

Stromvergleich.de: Gegeben dem Fall ich besitze bereits ein Haus und möchte kein Neues bauen, welche Optionen bleiben mir?

Hippe: Eine Sanierung kann jederzeit erfolgen und wird auch über Fördergelder unterstützt. Der Austausch der Fenster, eine neue Dämmung der Wände und ein modernes Belüftungssystem, sind nur einige Möglichkeiten sein Haus für den Passivhausstandard fit zu machen. Auch hier gilt wieder: Der Umbau sollte als Investition betrachtet werden, denn wo normale Häuser stetig an Wert verlieren, bleiben Passivhäuser im Wert konstant und schaffen es sogar zeitweise den eigenen Wert weiter zu steigern.

Stromvergleich.de: Gut zu wissen! Ich möchte mich bei Ihnen für das aufschlussreiche Interview bedanken Herr Hippe und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg!

Hippe: Gern geschehen, sobald weitere Fragen auftauchen einfach wieder melden!




Die Ökowert Massivhaus GmbH & CO KG gilt in Dresden und Umgebung als erster Ansprechpartner für die Planung und den Bau von Massiv- bzw. Passivhäusern. Spezialisiert auf die Architektur, Bau und Planung energieeffizienter Häuser, in Verbindung mit starken regionalen Kontakten, stellt Ökowert Massivhaus seinen Kunden bei der Umsetzung des Eigenheims einen verlässlichen und kompetenten Partner dar. Dabei betreut Ökowert seine Kunden von den ersten Entwürfen an, über den ersten Spatenstich bis hin zur Fertigstellung des Massivhauses.


Sascha Hippe fungiert innerhalb der Ökowert Holding GmbH als Projektmanager und erster Ansprechpartner. Nach seinem Abschluss an der Technikerschule im Bereich Hochbautechnik, gründete Sascha Hippe die Ökowert Holding GmbH 1994. Seit mehr als 16,5 Jahren arbeitet Hippe für Ökowert, plant und setzt Projekte und Kundenwünsche effizient und mit großer Erfahrung im Bausektor um.