Elektroautos - Interesse an Alternative steigt
Nachricht vom 23.1.2012Ausgehend von der weltweiten Deloitte-Studie ‚Unplugged: Electric Vehicle Realities versus Consumer Expectations‘ steigt das Interesse der Verbraucher an Elektrofahrzeugen. Die Mehrheit ist bereit, sich anstelle eines herkömmlichen Fahrzeugs ein Elektroauto anzuschaffen. Die Bereitschaft der Deutschen, sich auf einen Elektroantrieb umzustellen, ist im Vergleich zu anderen Nationen, wie beispielsweise Spanien oder Italien, eher zurückhaltend. Dies geht aus einer Pressemitteilung von Deloitte vom 23. Januar hervor.
Konkrete Bedingungen an Alltagstauglichkeit
Im weltweiten sowie im europäischen Vergleich sind die Deutschen in Bezug auf die Entscheidung, ein Elektroauto als Alternative zum herkömmlichen angetriebenen Fahrzeug oder als ‚First Mover‘ zu nutzen, eher zögerlich eingestellt. Derzeit sieht es jedoch so aus, dass die Verbraucher konkrete Anforderungen bezüglich der Alltagstauglichkeit sowie der Leistungsfähigkeit der Elektrofahrzeuge haben, die von der Industrie aber noch nicht erfüllt werden können.
Dazu zählen unter anderem die Ladezeiten, die Reichweite und die Lade- bzw. Unterhaltskosten. Zudem dürfen die Versorgungsinfrastruktur sowie der Kaufpreis nicht außer Acht gelassen werden. Alle die Punkte gelten als die maßgeblichen Kaufkriterien. Das größte Interesse an Elektroautos besteht in Indien und China. Dort sind rund 50 Prozent der Befragten bereit, als Erstkäufer ein Elektroauto zu erwerben. Im Vergleich dazu sind in Deutschland lediglich neun Prozent zu diesem Schritt bereit.
Anforderungen und Realität stimmen nicht überein
Bislang können die meisten der Kriterien, die die Verbraucher an den Kauf eines Elektrofahrzeugs knüpfen, nicht erfüllt werden. Besonders deutlich wird diese Diskrepanz in Bezug auf die geforderte Reichweite. Die Erwartung der Verbraucher liegt bei einer mittleren Reichweite von ungefähr 320 Kilometern je Aufladung. Aktuell ist nur die Hälfte zu realisieren. Das liegt vor allem daran, dass die Batterien nicht ausreichend Energie speichern können. Dafür müssten diese größer und schwerer werden.
Zudem sind die Ladezeiten derzeit zu lang. Die Befragten wünschen sich durchschnittliche Ladezeiten von circa zwei Stunden. Aktuell benötigt ein Elektrofahrzeug allerdings bis zu acht Stunden, um vollständig aufgeladen zu sein. Aufgrund der langen Ladezeiten ist das Aufladen unterwegs fast unmöglich. Auch der Kaufpreis spielt für die meisten eine wichtige Rolle. Dieser darf bei höchstens 30.000 US-Dollar liegen. Eine Preissenkung ist in naher Zukunft nicht zu erwarten, wie die Studie belegt. Zwar sinken die Kosten für die Batterien, da die Produktionszahlen steigen, dennoch werden die Preise für Elektrofahrzeuge allzu deutlich sinken. Im Rahmen der Studie wurden insgesamt rund 13.000 Verbraucher in 17 verschiedenen Ländern befragt.
Pressemitteilung von Deloitte vom 23.01.2012
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Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter
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