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Warum der Strompreis nicht billig ist

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Alles was Wert hat, hat auch seinen Preis. Oft hängt der Wert von der Qualität eines Produktes ab und bestimmt so seinen Preis. In unterschiedlichen Ausführungen kann ein Produkt deshalb mehr oder weniger kosten. Billiger Strom ist allerdings unabhängig von der Qualität zu haben – denn Strom hat immer die gleiche Qualität. Hier ist der Preis vom Wettbewerb abhängig und variiert je nach Anbieter. Der Grundpreis für den Strom ist jedoch zunächst von anderen Faktoren abhängig.

Zum einen bezahlt jeder Verbraucher den reinen Energiepreis, der 37 Prozent des eigentlichen Strompreises ausmacht. Allerdings kommt auch noch Netznutzungs-Entgelt hinzu, das 24 Prozent des Strompreises ausmacht. Dieses Entgelt müssen die Stromanbieter an die Netzbetreiber zahlen, damit sie es nutzen dürfen. Um 16 Prozent erhöht sich der Preis dann noch wegen der Mehrwertsteuer und weitere 8 Prozent machen die Konzessionsabgaben aus. Billiger Strom wird durch diese Steuern und Abgaben zu teurem Strom. Sie machen insgesamt 85 Prozent des Strompreises aus. Aber die Auflistung hat ihr Ende noch nicht gefunden. Der Strompreis steigt weiter durch die Erneuerbaren Energien.


Erneuerbare Energien verteuern Strom



Die erneuerbaren Energien sollen mit der Zeit immer mehr Strom zum deutschen Strommix beitragen. Irgendwann soll sogar ganz auf die regenerativen Energiequellen umgestellt werden. Allerdings muss es einen Anreiz geben, damit die Menschen dazu bereit sind und die Mittel haben, entsprechende Anlagen wirtschaftlich zu erbauen und zu betreiben. Um diesen Anreiz bieten zu können, muss jeder Stromkunde zusätzliche Abgaben zahlen. Diese dienen als Vergütung und kommen den Menschen zugute, die die Energiewende aktiv voranbringen. Sie machen die restlichen 15 Prozent des Strompreises aus.

Damit wird billiger Strom letztendlich zur teuren Investition, die im Nachhinein nur noch durch den richtigen Stromanbieter gemindert werden kann. Für die Erneuerbaren Energien, wie Windstrom, Solar und Wasserkraft gehen 8,8 Prozent Öko-/Stromsteuer ab. Weitere 5,2 Prozent sind durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) der Bundesregierung vorgeschrieben – diese Umlage wird sich voraussichtlich noch erhöhen. Hinzu kommt noch 1 Prozent aus dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG), welches ebenso funktioniert wie die 5,2 Prozent aus dem EEG. Nur geht dieses Geld an die Betreiber von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen.

Der einzige Ausweg



Der einzige Ausweg aus dem Stromzahlen wäre, gänzlich auf Strom zu verzichten. Doch dies ist nicht möglich, wenn der Lebensstandard unverändert bleiben soll. Billiger Strom ist höchstens über einen Anbieterwechsel zu bekommen. Denn durch den Konkurrenzdruck versucht jeder Stromanbieter, die Verbraucher mit günstigen Preisen von ihm und seinem Strom zu überzeugen. Zusätzliche Neukundenboni machen den Wechsel attraktiv. Ein Stromanbietervergleich und –wechsel sind somit der einzige Weg zu sparen.







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